ICT-Markt Schweiz wächst 2015 um 1.7 Prozent

28/01/2016 - ICT-Markt Schweiz wächst 2015 um 1.7 Prozent


Trotz Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist der Schweizer ICT-Markt 2015 gewachsen, wenn auch mit einem Plus von 1.7 Prozent moderat. Ein Zeichen, dass die Digitalisierung weiter voranschreitet. Aufatmen kann die Branche aber dennoch nicht: Die zunehmende Regulierungsdichte sowie die Abschottungstendenzen des Landes lassen die Stolpersteine für erfolgreiche ICT-Unternehmen immer grösser werden. 

Zürich, 28. Januar 2016

Der Schweizer ICT-Markt hat die Schockstarre nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses überwunden und wuchs im 2015 leicht um 1.7 Prozent auf 30.4 Milliarden Schweizer Franken. Dies zeigen aktuelle Daten des European Technology Observatory (EITO). Das Wachstum des Schweizer Marktes ist damit zaghafter als jenes des europäischen Marktes: In diesem ist der Gesamtumsatz um 2.8 Prozent auf 660 Milliarden Euro gestiegen.

Dass trotz dem turbulenten Jahr 2015 eine positive Bilanz gezogen werden kann, ist mitunter der fortschreitenden Digitalisierung der ganzen Volkswirtschaft zuzuschreiben. Diese Entwicklung macht die Branche zu einem immer bedeutenderen Wirtschaftstreiber. Die ICT-Wirtschaft bildet mit ihrem Produkteangebot das Fundament für eine Schweiz, die trotz hohem Preisniveau international wettbewerbsfähig bleiben kann. Allerdings bremst die anhaltende Regulierungswut nicht nur ICT-Unternehmen, sie wirkt sich allgemein negativ auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung des Landes aus.

Rückblick 2015: Der Schweizer ICT-Markt in Zahlen
Die Schweizer IT-Markt (ohne Telekom) generierte 2015 einen Umsatz von 18.3 Milliarden Schweizer Franken und ist damit um 2.8 Prozent gewachsen. Am stärksten gewachsen ist  dabei das Segment Software mit einer Zunahme von 6.4 Prozent auf CHF 5.6 Mrd. IT Services, volumenmässig der grösste Bereich, wuchs mit 2.7 Prozent moderat und generierte einen Umsatz von CHF 9.8 Mrd. Das Segment Hardware hingegen musste eine Einbusse von 3.1 Prozent hinnehmen und setzte 2015 noch CHF 2.9 Mrd. um.
Mit einem Umsatz von CHF 12.1 Mrd. stagnierte der Telekom-Markt. Der Umsatz mit Mobiltelefonen hat weiter zugenommen (+ 6.6 %). Er beläuft sich auf CHF 2.2 Mrd., 99 Prozent davon generiert durch Smartphones.
Der Gesamtumsatz des Schweizer ICT-Marktes belief sich auf CHF 30.4 Mrd. und wuchs damit um 1.7 Prozent. Für 2016 prognostiziert EITO dem Schweizer ICT-Markt mit einem Wachstum von einem Prozent, eine leicht rückläufige Tendenz.
 
Ausblick 2016: Erwartungen der Branche für das 1. Quartal
Der Swico ICT Index für das 1. Quartal 2016 steigert das Erwartungsniveau gegenüber dem Vorquartal merklich. Nach der kleineren Stimmungskorrektur im letzten Quartal setzt sich der positive Erholungstrend fort. Der Index steigt um 3.5 Punkte auf 107.7 Punkte. Bis auf das Segment IT-Technology blickt die gesamte ICT-Branche optimistisch in das neue Jahr. Besonders das Segment IT-Services setzt mit seinen positiven Erwartungen ein klares Signal. Ebenso verhält es sich in der Branche Imaging/Printing/Finishing. Nach einem länger andauernden Stimmungstief verbessern sich hier die Erwartungen deutlich. In der Branche Consumer Electronics hält aber trotz leichter Verbesserungen das Stimmungstief an. Die grössten Sorgen bereiten unabhängig vom Segment der anhaltenden Margendruck und die schwächelnde Konjunktur, ebenso wie die Suche nach Fachpersonal und deren Bindung an das Unternehmen.

Die vollständige Presseinformation des SWICO finden Sie hier.


Über Swico
Swico ist der Verband der ICT-Anbieter sowie weiterer verwandter Branchen in der Schweiz. Er setzt sich als Unternehmensverband für die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein und bietet ihnen überdies eine breite Palette von Business-Dienstleistungen. Die über 400 Swico-Mitglieder beschäftigen 36‘000 Mitarbeitende und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 20 Milliarden Franken.


Kontakt:
Dr. Axel Pols, a.pols[at]bitkom-research.de

 

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