Schweizer Hightech-Markt stabil in der Krise

10/06/2009 - Schweizer Hightech-Markt stabil in der Krise

  • EITO-Prognose: Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres
  • Viele Unternehmen sind beim Start neuer IT-Projekte vorsichtiger
  • Hohes Wachstum mit Datendiensten in der Telekommunikation


Zürich/Berlin, Juni 10, 2009

Zürich/Berlin, Juni 10, 2009 Der Umsatz mit Informations- und Kommunikationstechnik wird in der Schweiz im Jahr 2009 mit minus 0,1 Prozent bei 18,1 Milliarden Euro voraussichtlich nahezu stabil bleiben. Das teilt der SWICO auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO) mit.

«Der Schweizer Hightech-Markt entwickelt sich trotz der Wirtschaftskrise weitgehend robust», sagte Pierre Muckly, Vizepräsident des SWICO, bei der Präsentation der Zahlen im Rahmen einer Telefonkonferenz. Die Konsumenten reagierten bisher kaum mit Zurückhaltung auf die Krise. Etwas vorsichtiger sind Unternehmen beim Start neuer IT-Projekte geworden, insbesondere wenn sie selbst von den Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise betroffen sind. «Die Unternehmen investieren umsichtiger, suchen aber verstärkt nach Effizienzvorteilen durch den Einsatz neuer Technologien», so Pierre Muckly weiter. Nach der kurzen Wachstumspause erwartet das EITO im Jahr 2010 wieder einen Umsatzanstieg mit Produkten und Diensten der Informations- und Kommunikationstechnik um 1,5 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro.

Laut den EITO-Daten wird das Marktvolumen in der Informationstechnik mit 9,7 Milliarden Euro im laufenden Jahr exakt auf Vorjahresniveau liegen. Allerdings gibt es starke Unterschiede in den einzelnen Marktsegmenten. Der Umsatz mit IT-Hardware sinkt nach der Prognose um 6 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. In diesem Segment belasten fallende Preise und die Verschiebung von IT-Investitionen bei Firmenkunden die Umsatzentwicklung. Dagegen steigt der Umsatz mit Software und IT-Diensten um 2,7 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. «Die Höhe der IT-Investitionen hängt aktuell von der Entwicklung in den einzelnen Anwenderbranchen ab», sagte Pierre Muckly. Während die stark unter der Krise leidenden Maschinenbauer zurückhaltender geworden sind, gebe es eine steigende Nachfrage der öffentlichen Hand oder der Energieversorger. Einen Boom erlebt das Outsourcing-Geschäft, das im Jahr 2009 voraussichtlich um 7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zulegen wird. Pierre Muckly dazu: «Schweizer Unternehmen stehen dem Outsourcing generell aufgeschlossen gegenüber, da sie damit Kostenvorteile realisieren können.» Insbesondere bei Finanzdienstleistern und im produzierenden Gewerbe sei mit steigenden Outsourcing-Aktivitäten zu rechnen.

Auf dem Markt für Telekommunikation gibt es ebenfalls viel Bewegung, obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr laut der EITO-Prognose mit minus 0,1 Prozent bei 8,4 Milliarden Euro in der Summe nahezu gleich bleibt. Wie in allen europäischen Ländern sinkt der Umsatz mit Telefongesprächen im Festnetz, da die Verbraucher stattdessen mehr mit dem Handy und per Internet telefonieren. In der Schweiz beträgt das Minus im Festnetz 2,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Dagegen steigt der Umsatz mit Internetzugängen 2009 voraussichtlich um 6,1 Prozent auf 886 Millionen Euro. Wegen sinkender Tarife fällt auch der Umsatz mit Mobilfunkgesprächen um 1,8 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Ein Wachstumssegment sind die mobilen Datendienste mit einem Umsatzplus von 9,4 Prozent auf 676 Millionen Euro. «Die Mobilfunkbetreiber haben ihre Netze aufgerüstet, um eine schnellere Datenübertragung zu ermöglichen», sagte Pierre Muckly. Davon profitiere vor allem die steigende Zahl der Nutzer moderner Smartphones.

 

Das European Information Technology Observatory (www.eito.com) liefert seit 1993 qualitativ hochwertige und aktuelle Marktdaten zu den europäischen und weltweiten Märkten der Informationstechnologie, der Telekommunikation und der Unterhaltungselektronik. Das EITO wird gemanagt von der Bitkom Research GmbH, einer hundertprozentigen Tochterfirma des BITKOM e.V. EITO arbeitet zusammen mit führenden Marktforschungsinstituten wie IDATE, IDC und GfK. Die Forschungsaktivitäten der EITO Task Force werden unterstützt von der Europäischen Kommission und der OECD. EITO wird gesponsert von CeBIT, Deutsche Telekom, KPMG, Messe München, Red.es und Telecom Italia.




Contact
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Maurice Shahd, EITO Press Spokesman, m.shahd@eito.com   


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